
Instrumente aus der Blütezeit des Klavierbaus
Klaviere und Flügel dieser Bauzeit sehen für normal schöner aus und haben einen individuelleren, häufig mehr charmanten Klang. Was Sie beachten sollten:
Geschichte
Da es zu früheren Zeiten keine Unterhaltungselektronik gab, war der Markt für Klaviere und Flügel wesentlich größer als nach dem Zweiten Weltkrieg. Allein in Berlin wurden in ca. 300 Werkstätten Klaviere hergestellt. Ab den späten 20er Jahren war die Entwicklung des Klavierbaus quasi abgeschlossen, die letzten Manufakturen ersetzten die Ober- durch die Unterdämpfungsmechanik. Viele Hersteller setzten zudem darauf, ihre Instrumente für die Ewigkeit zu konstruieren. Auch das Design der 20er und 30er Jahre ist häufig zeitlos.
heute noch bekannte Firmen • vergessene Manufakturen • historische Massenfertigung
Grundsätzlich muss man bei dieser Bauzeit zwischen Manufaktur- und Werkstattklavier unterscheiden. Beim zuerst genannten hat quasi der gesamte Herstellungsprozess von der Konstruktion über die Anfertigung der einzelnen Komponenten bis zur finalen Montage unter einem Dach stattgefunden. Kleinere (Werkstatt-) Betriebe ließen sich vorgefertigte Bauteile liefern und setzten diese dann nur noch zusammen. Angemerkt sei, dass die Mechanik der Klaviere an quasi alle Hersteller (nach Vorgabe) zugeliefert wurden. Auch an die großen Manufakturen. Renommierte Zulieferer von Klavier- und Flügelmechaniken waren zu der Zeit Renner (produziert heut noch), Lexow, Langer, Keller und weitere.
Bei Klavieren dieses Alters soll man sich nicht zu sehr von dem Namen leiten lassen. Natürlich hat es seine Bewandtnis, dass sich einige Firmen ‚durchgesetzt‘ haben. Allerdings gab es auch viele Hersteller, insbesondere Manufakturen, die zwar mit höchstem Anspruch Instrumente gebaut haben, aber dennoch heute weitgehend unbekannt sind. Zudem entwickelt sich jedes Instrument je nach Standort und Pflegezustand unterschiedlich. Auch bei gleichem Hersteller, gleichem Modell und gleichem Baujahr gilt: Kein Klavier hört sich wie das andere an.
Vor- und Nachteile
Neben der häufig anspruchsvolleren Konstruktion sind auch die Gehäuse aufwendiger gestaltet. Ältere Klaviere sind normalerweise mindestens 120 cm hoch, in der Regel eher um die 130 cm. Damit haben sie längere Saiten und mehr Resonanzbodenfläche. Der Preis eines älteren Pianos, selbst wenn es generalüberholt ist und einen großen Namen besitzt, liegt bei einem Bruchteil eines neuen Instruments gleicher Güte.
Nichtsdestotrotz entwickelt jedes Klavier mit seiner Zeit seinen eigenen Charakter der durch den Klavierbauer bei der Überholung auch noch herausgehoben wird. Dies kann sowohl aus Für als auch als Wider gewertet werden. Auf den einen Musiker wirkt der Klang eines Instrumentes vielleicht inspirierend, der nächste findet es eventuell gewöhnungsbedürftig.
Golden Age Klaviere eigenen sich daher eher falls Sie vorhaben vornehmlich selbst auf dem Instrument zu spielen.
Golden Age Pianos renommierter Manufakturen
Als erstes stellen wir Ihnen unsere älteren Klaviere bekannterer Herstellern vor. Bei der Überarbeitung achten wir darauf den spezifischen Charakter weiter auszuarbeiten. Bei einigen Instrumenten besteht die Möglichkeit sie nach Ihren Vorstellungen weiter auszuarbeiten. Sofern möglich finden Sie entsprechende Hinweise in den jeweiligen Anzeigen.
Die Art von Klavier eignet sich für diejenigen die ein Instrument kaufen wollen an dem sie lange Zeit Freude haben. Sollten es wegen Hobbyaufgabe oder Umzug doch wieder verkauft werden haben diese einen höheren Wiederverkaufswert.
Flügel C. Bechstein L 167
• BJ 1939
• 100 x 149 x 167
• besonders schöner Ton
• 🔊 mit Klangbeispiel
• RESERVIERT
weiterKlavier Blüthner
• BJ ca 1935
• 135 x 162 x 70
• perfekt überholtes Klavier für hohe Ansprüche • 🔊 mit Klangbeispiel
5.500€
weiterFlügel Pfeiffer
• Flügel Pfeiffer 165
• BJ 1927, Golden Age
• außergewöhnlicher Zustand!
• 🔊 mit Klangbeispiel
• Verkauft
weiterSteinway K
• Klavier Steinway K
• BJ 1926, Golden Age
• 🔊 mit Klangbeispiel
• nicht verfügbar
weiterFlügel C. Bechstein B
• BJ 1917, Golden Age
• H 100 x B 150 x T 203 cm
• 🔊 mit Klangbeispiel
• 9.500€
weiterAugust Förster Konzertklavier
• BJ 1942, Golden Age
• H 135 x B 159 x T 67 cm
• 🔊 mit Klangbeispiel
• verkauft
weiterältere Klaviere wenig bekannter Hersteller
Im folgenden nun Klaviere unbekannterer Hersteller
Klavier Baldur
• BJ ca 1914
• 131 x 149 x 59
• spezielle Mechanik (Repetition)
• optional mit Moderator zum leise spielen
2.000€
weiterKlavier Dally
• BJ ca 1910
• H 136 x B 154 x T 65 cm • komplett überholt
• 🔊 mit Klangbeispiel
• 2.000€
weiterKlavier Goers und Kallmann
• BJ ca 1910
• H 138 x B 153 x T 67
• mit Moderator zum leise spielen
• 🔊 mit Klangbeispiel
• 1.700€
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