
Klaviere und Flügel für Profis
Klaviere und Flügel für den professionellen Gebrauch werden neben konzertierenden Pianist*Innen auch von Musikschulen, Tonstudios, Konzertveranstaltern, Hotel- und Gastronomiegewerbe und nicht zuletzt auch von passionierten Hobbyspielern gekauft.
Alles in allem lohnt es sich beim Kauf eines Instrumentes für den professionellen Einsatz über den Erwerb eines Flügels nachzudenken. Allerdings kann unter Umständen auch ein Klavier die bessere Wahl sein. Dazu im folgenden mehr:
Was zeichnet ein Piano für den professionellen Gebrauch aus?
Die Kategorien Einsteiger- oder Profiinstrumente gibt es eigentlich nicht. Ein Anfänger kann natürlich auch auf einem Bösendorfer Flügel das Klavierspielen lernen, und viele Profis nutzen zum Üben auch preisgünstige Klaviere, sei es aus Platzmangel oder weil sie noch nicht den monetären Zenit ihrer Karriere erreicht haben.
Wenn man die Instrumente allerdings doch so kategorisieren möchte stellen den Inbegriff der Professionalität die fabrikneuen Konzertflügel der führenden Hersteller dar. Solche finden Sie auf den Bühnen der berühmten Konzerthäuser. Für diese müssen Sie allerdings zwischen 140.000€ in der B (ca 200cm langen) und 300.000€ in der D (ca 275cm langen) Variante rechnen. Sofern Geld keine rolle spielt macht das auch Sinn, es geht allerdings auch günstiger. Schlussendlich muss es sich ’nur‘ besonders gleichmäßig spielen und gleichzeitig zuverlässig und stimmstabil sein.
Klavier oder Flügel für den professionellen Gebrauch?
Mechanik
Das Spielgefühl einer Flügelmechanik unterscheidet sich deutlich von der eines Klaviers. Kurz gesagt können Sie bei dieser einen Ton neu anschlagen, bevor die Taste wieder in ihre Ausgangsposition zurückgekehrt ist. Dadurch können Sie zum einen schneller spielen, zum anderen eben auch in den vorhergehenden Ton ‚hinein‘. Ein weiterer Unterschied ist, dass die Dämpfung parallel zur Saite aufsetzt; hierdurch können Sie weitere Klangfarben erzeugen, indem Sie das rechte Pedal beispielsweise nur zur Hälfte oder zu einem Viertel treten. Das linke Pedal verschiebt die gesamte Mechanik, sodass Sie die Hammerköpfe nur noch zwei statt drei Saiten anschlagen. Hierdurch wird eine insgesamt andere Klangcharakteristik als beim Klavier erzeugt. Bei diesem werden die Hammerköpfe etwas näher an die Saiten geführt, die aber dennoch komplett im Chor angeschlagen werden.
Von den mechanischen Möglichkeiten her gesehen ist also für normal der Flügel die bevorzugte Wahl des professionellen Pianisten.
Klang/ akustische Anlage
Nun besteht aber auch das professionelle Musizieren nicht nur aus virtuoser Fingerfertigkeit, die auch nötig ist, um die mechanischen Finessen des Flügels gekonnt auszuspielen. Allein vom Klang kann ein Konzertklavier durchaus die bessere Alternative sein. Setzt man die Länge eines Flügels der Höhe eines Klaviers gleich, hat das Klavier die größere klingende Resonanzbodenfläche. 130 cm Höhe beim Klavier entsprechen in etwa 160 cm Länge beim Flügel. Ein (heutzutage zwar selten zu findendes) Klavier mit 138 cm Höhe kann klanglichen Ersatz für einen 180 cm langen Flügel sein.
Von der Klangabstrahlung ist allerdings der Flügel besser. Beim vertikal gebauten Klavier geht diese nur in Richtung des Pianisten und nach hinten gegen die für normal dicht hinter dem Instrument stehende Wand des Raumes, die die Schallwellen direkt reflektiert; diese können sich dadurch nicht optimal ausbreiten. Beim horizontal gebauten Flügel wird der Klang nach oben gegen die Decke, bzw. bei geöffnetem Deckel direkt in Richtung des Publikums geleitet. Da er quasi auf seinen drei Beinen ‚aufgebockt‘ steht, ist auch die Schallausbreitung Richtung Boden besser.
Bauform
Auch hier hat der Flügel einen wesentlichen Vorteil. Da er mit ca. 100 cm Höhe niedriger ist, kann der Pianist beim Musizieren mit anderen Musikern Augenkontakt zu diesen halten. Auf der Bühne hat das Publikum quasi freie Sicht auf ihn. Bei Studioaufnahmen hat der Tontechniker mehr Möglichkeiten der Mikrofonierung. Bei experimenteller Musik ist es einfacher, das Instrument zu präparieren.
Eine heute populäre Spielart kann der normale Flügel allerdings nur selten bedienen: das Spielen mit ‚Felt‘, früher auch Moderator genannt. Viele Pianisten der Neoklassik nutzen den Filz, der beim Upright-Klavier zwischen Saiten und Hammerköpfen abgelassen wird, als musikalisches Stilmittel. Während dies bei quasi jedem Klavier, sofern noch nicht vorhanden, nachträglich eingebaut werden kann, geht dies beim Flügel nicht. (Geht nicht, gibt es natürlich nicht. Tatsächlich baute Seiler in den 20er/30er Jahren eine Modellreihe mit modifizierter Gussplatte die einen Moderator zuließ, und sollten Sie sich für einen fabrikneuen Flügel von Steingraeber entscheiden, können Sie diesen auch mit dem sogenannten Sordino-System bestellen.)
Flügel und Klaviere für den professionellen Einsatz
Flügel C. Bechstein B • BJ 1975
• 100 x 152 x 203cm
• BJ ca 1975, überholt
• 🔊 mit Klangbeispiel
• Preis auf Anfrage
Klavier C. Bechstein, Mod. Concert 11
• BJ 1991
• 122 x 153 x 64
• quasi ungespielt, neuwertig
• 🔊 mit Klangbeispiel
• verkauft
Klavier Yamaha SU 131
• BJ 1985
• 131 x 154 x 65
• quasi ungespielt, neuwertig
• 🔊 mit Klangbeispiel
• siehe Beschreibung
Flügel Bösendorfer 200
• einzigartiger Flügel
• BJ 1915/ 2023
• neuwertig aufgebaut
• 🔊 mit Klangbeispiel
• Preis siehe Beschreibung
Klavier Ibach C 118 • Exklusive • Eibe
• Modell C 118
• Ausführung: Exklusive, Eibe
•H 119 x B 152 x T 59 cm
• mit Moderator zum leise spielen
• 🔊 mit Klangbeispiel
• 8000€
Flügel Schimmel 174T • neuwertig
• BJ 1986, Ersterwerb 1989 • neuwertig, für professionellen Einsatz tauglich
• H 101 x B 150 x T 174 cm
• 🔊 mit Klangbeispiel
• RESERVIERT
Klavier Ibach D • Professional • Anthrazit
• Konzertklavier Mod D
• H 126 x B 152 x T 63 cm
• Ausführung: Professional, Anthrazit
• 🔊 mit Klangbeispiel
• 11.000€
Klaviere und Flügel für den Semi-professionellen Gebrauch
die folgenden Klaviere haben ihren eigenen Charakter, erden aber dennoch sehr hohen Ansprüchen gerecht. Insbesondere die hier gelisteten Klaviere aus den 70er Jahren finden sich auch häufig in kleineren Tonstudios oder auch Musikschulen wieder.
Flügel C. Bechstein L 167
• BJ 1939
• 100 x 149 x 167
• besonders schöner Ton
• 🔊 mit Klangbeispiel
• RESERVIERT
Klavier August Förster
• Mod. Super
• H 118 x B 152 x T 58 cm
• BJ ca 1970, Mid Century
• beliebt bei Studios und Musikschulen
• 🔊 mit Klangbeispiel
• verkauft
Flügel Pfeiffer
• Flügel Pfeiffer 165
• BJ 1927, Golden Age
• außergewöhnlicher Zustand!
• 🔊 mit Klangbeispiel
• Verkauft
Flügel C. Bechstein B
• BJ 1917, Golden Age
• H 100 x B 150 x T 203 cm
• 🔊 mit Klangbeispiel
• 9.500€

